Sind Schüler durch Baustelle gefährdet?

Schulleiter Ludwig Gehlen macht sich große Sorgen

Müngersdorf (af). „Ich habe erst aus der Zeitung erfahren, dass hier gebaut werden soll“, sagte Ludwig Gehlen, Schulleiter der Anna-Freud-Schule (Alter Militärring 96), einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Die Schule liegt am Ende des Alten Militärrings, einer Sackgasse, und ist nur über eine Fahrradstraße ohne Bürgersteige erreichbar. Gehlen und Dr. Martin Schoser, CDU-Ratsmitglied, machen sich Sorgen um die Schüler und die Erreichbarkeit der Schule, sollten dort in Zukunft Baustellenfahrzeuge fahren. 

Seit Längerem schon plant die Stadt eine Bebauung des Geländes an der Belvederestraße auf dem das ehemalige Bürogebäude der DEG steht. In den Planungen sind mehrere Wohnhäuser vorgesehen, die mit der Rückseite an den Alten Militärring reichen sowie eine Tiefgarageneinfahrt vom Alten Militärring aus. Somit würde der Baustellenverkehr auch die Zufahrtstraße zur Anna-Freud-Schule betreffen. Gehlen fühlt sich von der Stadt nicht ausreichend informiert. „Da unsere Schule am Ende der Straße liegt, werden wir wohl nicht mit in den Planungsprozess einbezogen.“ Er fürchtet um die Sicherheit seiner Schüler, viele bewegen sich mit dem Rollstuhl, sollten erst einmal Kräne installiert sein und schwere Baustellenfahrzeuge über die schmale Straße fahren. „Ich würde gerne wissen, wie das geplant ist“, so Gehlen. Auch sieht er erhebliche Schwierigkeiten für die Busse, die die Schüler zur Schule bringen und dort auch wieder abholen. 291 Schüler besuchen die Anna-Freud- Schule. 80 Busse und Taxen bringen die Schüler jeden Tag zur Schule und holen sie wieder ab. Hinzu kommen noch über 300 Schüler aus der angrenzenden Realschule. Ein Verkehrschaos scheint vorprogrammiert. Besonders in der Zeit gegen 16 Uhr, wenn die Schulbusse abfahren. Die Ampelschaltung an der Ecke Wendelinstraße ist nach Gehlens Worten ungünstig. Häufig schaffen es nur zwei Autos über die Grünphase, so dass sich die Busse die ganze Straße entlang stauen. Auch in diesem Fall hofft der Schulleiter auf ein Eingreifen durch die Stadt. Eine intelligente Ampelschaltung, so Martin Schoser, die zu den Stoßzeiten in anderen Intervallen läuft, wäre an dieser Stelle eine große Verbesserung.

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