Mit Leidenschaft und Kompetenz für „ihren“ Kölner Dom

LVR ehrt Dombaumeisterin a.D. Barbara Schock-Werner mit dem Ehrenring des Rheinlandes

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat auf Schloss Drachenburg in Königswinter der Dombaumeisterin a.D. Barbara Schock-Werner den Ehrenring des Rheinlandes verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt der rheinische Kommunalverband Persönlichkeiten, die sich um den Gedanken der kommunalen Selbstverwaltung als Baustein eines künftigen Europas verdient gemacht haben.
Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der NRW-Stiftung Eckhard Uhlenberg stellte Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland (im Foto rechts), Schock-Werner als eine „herausragende deutsche Architektin, Kunsthistorikerin, Denkmalpflegerin und Hochschullehrerin“ vor.

Sie betonte: „Barbara Schock-Werner engagiert sich unermüdlich für den Denkmalschutz sowie auch für die bauliche, architektonische und gesellschaftliche Weiterentwicklung in Köln, im Rheinland und europaweit. Mit großer Leidenschaft setzte sie sich immer für ‚ihren‘ Dom und dessen Umgebung ein. Dabei ging sie keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Fach- und sachkundig, frisch und unabhängig.“

Barbara Schock-Werners „außerordentliches Engagement voller Herzblut“ illustrierte Anne Henk-Hollstein an mehreren Beispielen. So nannte sie unter anderem den Kampf gegen die Streichung des Kölner Domes von der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, die von kontroversen Diskussionen begleitete Installation des Fensters von Gerhard Richter im Dom sowie das Zugangsbauwerk zur Besteigung des Südturms auf dem Roncalliplatz. Aufgrund ihrer Expertise und Erfahrung verwundere es nicht, dass Schock-Werner zur Deutschland-Koordinatorin der Hilfen zum Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame berufen wurde, so Henk-Hollstein weiter.

Zur Verleihung in der Kunsthalle auf Schloss Drachenburg waren der Einladung von Anne Henk-Hollstein und LVR-Direktorin Ulrike Lubek Gäste aus dem Wirkungsfeld von Barbara Schock-Werner sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft gefolgt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung mit einem strengen Hygiene-Konzept und einer stark begrenzten Anzahl von Gästen durchgeführt.

Der Ehrenring des Rheinlandes ist die höchste Auszeichnung des LVR und wird nach einem 2001 vom Landschaftsausschuss des LVR beschlossenen Statut vergeben. Er ist eigens für die Preisträgerinnen und Preisträger angefertigt und trägt als Stein einen Achat. Dieser wurde am Ufer des Rheins bei Rodenkirchen gefunden und stammt ursprünglich aus Idar-Oberstein. Im Laufe der Jahrtausende ist er durch den Rhein nach Köln gelangt.



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