Vereinte Nationen zeichnen das Waldlabor in Köln-Marsdorf aus

Vorbildliches Projekt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

Das Kölner Waldlabor in Köln-Marsdorf hat den Titel "Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt" erhalten. Verliehen wird die Bezeichnung an vorbildliche Projekte, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt hervortun. Die Urkunde an Oberbürgermeisterin Henriette Reker überreichte Jakob Pöllath, Waldexperte für Naturschutz und nahhaltige Nutzung im Bundesamt für Naturschutz.

„Die Erkenntnisse aus dem Waldlabor nützen uns heute mehr denn je, denn Bäume leiden besonders unter den langen Dürreperioden. Dass die Stadt Köln gemeinsam mit Toyota und der Rheinenergie das Projekt Waldlabor vor zehn Jahren initiiert hat und auch durch die Spenden von Kölner Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wurde, beweist Weitsicht und wird heute zurecht prämiert“, so OB`in Henriette Reker:

„Vor über zehn Jahren haben sich die Stadt Köln, Toyota Deutschland und RheinEnergie AG als Projektpartner zusammengetan, um auf einer 25 Hektar großen städtischen Ackerfläche das Waldlabor Köln zu gründen“, erinnert sich der Lindenthaler Stadtverordnete Dr. Martin Schoser an die große Pflanzaktion mit den Baumspendern, davon zahlreiche Privatpersonen aus der Bürgerschaft. „Bei dem zukunftsweisenden Projekt stand der Klimawandel im Focus. Aus 17 verschiedenen Baumarten wurden neue Waldformationen angepflanzt, um zu testen, wie sich der Wald unter den Bedingungen des Klimawandels entwickelt.“



Bei der Pflanzaktion im März 2010 mit Toshiaki Yasuda, Präsident der Toyota Deutschland GmbH


Das Waldlabor Köln vermittelt beispielhaft Aspekte der biologischen Vielfalt. Die Anordnung der Waldflächen in Verbindung mit extensiv gepflegten Wiesenflächen und einer weitgehend sich selbst überlassenen "Wildnis" zeigt, wie die Biodiversität eines Landschaftsraumes bereichert werden kann. Im Rahmen des Projektes "Klimawald" werden Baumarten getestet, die zum Aufbau klimastabiler Wälder verwendet werden können, um heimische Waldökosysteme zu stabilisieren. Bei der Baumartenwahl wurden seltene heimische Baumarten, etwa Elsbeere, Mehlbeere und Flaumeiche, berücksichtigt. Das Waldlabor ist ein Gemeinschaftsprojekt von Toyota Deutschland, RheinEnergie AG Köln und Stadt Köln.



Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als "UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in der Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist hier eine wichtige Voraussetzung. Die "UN-Dekade Biologische Vielfalt" in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie bieten. Gleichzeitig zeigen die Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, zur nachhaltigen Nutzung oder Vermittlung praktisch aussehen können.

Die Aktivitäten im Waldlabor Köln haben die UN-Dekade-Fachjury nachhaltig beeindruckt. "Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein deutliches Zeichen für das Engagement zur Erhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland gesetzt", heißt es. Das Projekt findet sich künftig auf der Internetseite der deutschen "UN-Dekade Biologische Vielfalt" .

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