Revitalisierung des Frechener Bachs abgeschlossen

Wasser fließt wieder in seinem historischen Bachbett

Der Frechener Bach im Kölner Westen kann nach knapp zweijähriger Umbauzeit nun wieder in seinem historischen und naturnahen Bachbett fließen, das Wasser bahnt sich langsam seinen Weg. Die bisherige Betonverschalung wurde beseitigt und der Wasserlauf mit der Anlage eines fünf bis sieben Meter breiten Gewässerbetts und durchlässiger Sohle ökologisch aufgewertet. Ein Bachabschnitt kreuzt dabei einen Hauptweg für Fußgänger und Radfahrer im Parkgelände. Es ist die Verbindung zum Decksteiner Weiher und dient auch als wichtiger Wirtschaftsweg für die Grünunterhaltung und für den Forst, berichtet der Lindenthaler Stadtverordnete Dr. Martin Schoser (CDU).

Deshalb war es erforderlich, für die Querung des Bachbettes ein Brückenbauwerk, eine Einfeldbogenbrücke, ca. 7,50 m lang und 4 m breit, zu errichten.



Zudem konnte ein so genanntes "Umleitungsbauwerk" an der Horbeller Straße reaktiviert werden. Ein damit angetriebenes Schöpfrad wird dem Frechener Bach mit sechs Liter pro Sekunde künftig das Bachwasser so behutsam zuführen, dass es den Untergrund des vollkommen neu ausgehobenen Bachbettes abdichten kann, bevor es dann später in den Bereich der Militärringstraße gelangt. Zur ökologischen Verbesserung trägt auch ein rund fünf bis zehn Meter breiter Streifen aus Röhricht und Gehölzen beiderseits des Bachs bei, der nun der freien Naturentwicklung überlassen bleibt.

Darüber hinaus wurden 45 Bäume gepflanzt. Die Renaturierung ist ein Projekt des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen, des Zweckverbands Kölner Randkanal und der Stadtentwässerungsbetriebe Köln. Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Projekt mit 80 Prozent der Kosten gefördert.

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