Schonende Entnahme, effizienter Einsatz und Vermeidung von Umweltbelastungen

LVR-Perspektivenwerkstatt zur zirkuläre Zukunft im Sinne von Cradle to Cradle

Foto: ms
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Im Rahmen einer Perspektivenwerkstatt zum Konzept Cradle to Cradle (C2C) haben sich über hundert Fachleute aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln zu bereits entwickelten praktischen C2C-Lösungen und deren Einsatz ausgetauscht. So zählt der Gebäudesektor weltweit zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen und ist allein in Deutschland für fast 50 Prozent des Rohstoffverbrauchs und rund 55 Prozent des Abfallaufkommens verantwortlich. Für eine nachhaltige Bauweise werde es zunehmend wichtiger, die zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen bestmöglich unter den Gesichtspunkten von schonender Entnahme, effizientem Einsatz und Vermeidung von Umweltbelastungen zu verwenden, so das LVR-Mitglied und Vorsitzender Bauausschusses der Stadt Köln, Dr. Martin Schoser. „Mit dem C2C-Konzept werden die genutzten Ressourcen am Ende ihrer Lebensdauer wieder dem Stoff- und Materialkreislauf zugeführt.“

LVR-Bau- und Umweltdezernent Detlef Althoff stellte das frühzeitige Engagement des LVR für eine nachhaltige Entwicklung heraus: „Bereits 1986 hat der LVR als Vorreiter erste ökologische Standards für alle Baumaßnahmen verpflichtend eingeführt. Die Umsetzung des Passivhausstandards für Neubauten, der verbindliche Einsatz von Photovoltaikanlagen oder die Solarthermie bei Neubauten und Dachsanierungen sowie die ausschließliche Beschaffung von zertifiziertem Ökostrom sind nur beispielhaft für die fortwährenden Bemühungen des LVR.“
Zu den Experten zählten u.a. Dr. Tanja Scheelhaase (EPEA - Internationale Umweltforschung GmbH), Natascha Hempel (Thoma Holz 100), Ursula Feld (kadawittfeldarchitektur) sowie der Projektmanager der niederländischen Stadt Venlo und Geschäftsführer des C2C ExpoLABs, Michel Weijers. Beim parallelen „Markt der Möglichkeiten“ informierten sich die Teilnehmenden über Produkte, die bereits nach der C2C-Philosophie hergestellt werden. Dazu zählten u.a. Bodenbeläge, Textilien, Bürostühle, Wandfarben und Fliesen sowie Elektroinstallationsprodukte.

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